Die zweite halbe Doppelrezension von zwei Ausgaben der horen

Herausgeber Martin Zingg schreibt fast gleich zu Anfang:

Eine “runde Zahl” ist es nicht, die zu dieser kleinen Anthologie geführt hat, auf einen äußerlichen Anlass ist die Beschäftigung mit Lorca nicht angewiesen, zu keinem Zeitpunkt.

Damit ist alles, was wir wirklich wissen müssen, gesagt: Nummer 268 der horen ist eine Sammlung aktueller deutschsprachiger Lorca-Rezeptions-Phänomene, es geht um Übersetzungs- und vor allem Deutungshoheit sowie um ihre Verschiebung im Laufe der Zeit; wohl auch darum (so dürfen wir annehmen), die Begeisterung für und die Ahnung von Lorca hierzulande nach Kräften zu befördern. Wenn das so ist, ist die Mission im Ganzen geglückt: Der Rezensent beispielsweise hatte bislang keine, überhaupt gar keine, Ahnung von Lorca – und schämt sich eh in angemessenem Ausmaß, danke der Nachfrage! – und ist nun angefixt.

Ziellos, aber mit einer ungefähren Richtung – nämlich, nach Lektüre des Editorials, vom Autor_innenverzeichnis am Schluss weg langsam nach vorn – lesend-blätternd-lesend, ist das erste Lorca-Gedicht, mit dem wir uns beschäftigen, jenes …

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