poesiedebatte: lyrikkritik im netz

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26. 04. 2016 | 19:00 | literaturwerkstatt berlin / Haus für Poesie | Kulturbrauerei | Knaackstr. 97, 10435 Berlin |

jamal tuschick vom freitag fand die veranstaltung eher nicht so gut.

hendrik jackson fasst auf signaturen.de zusammen.

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Im Gespräch: 
Maren Jäger, Literaturkritikerin, Flensburg; Bertram Reinecke, Autor, Verleger, Kritiker, Leipzig; Stefan Schmitzer, Autor, Performer, Redaktionsmitarbeiter von fixpoetry, Graz; Moderation: Christian Metz Literaturwissenschaftler, Frankfurt a. M.


Lyrikkritik – unter welchen Bedingungen findet sie heute statt? Nur wenige Kritiker »wagen« sich an die sogenannte Königsdisziplin der Sprachkunst. Damit geht einher, dass Printmedien immer weniger Platz dafür bieten – entsprechend den vergleichsweise marginalen Umsatzzahlen von Lyrikbänden. Den meisten Raum findet die Lyrikkritik in den Weiten des Internets.

Essayistische Langtexte bevölkern Websites, die Kennern den Genuss der Exklusivität bieten. Gruppenprojekte von Autorinnen und Autoren beglücken Kollegen mit kenntnisreicher Auseinandersetzung um das Schreiben hier und heute. Was unterscheidet die Kritik im Netz von jener in klassischen Medien? Schreiben hier engagierte Wissende für die Brüder und Schwestern im Geiste? Werden auch nicht-professionelle Gedichteliebhaber angesprochen? Zudem: Dichter schreiben über Dichter – was bringt eine Kritik am Kollegen mit sich, wie sieht sie aus? Wo bleibt da die aufklärerische Aufgabe von (Literatur-)Kritik? Und schließlich: Wer finanziert die Kritiker?

Wir haben drei Protagonisten eingeladen, gemeinsam mit dem Moderator Christian Metz das Gespräch neu zu öffnen: Stefan Schmitzer schreibt für die Website fixpoetry, Maren Jäger hat literaturkritik.de redaktionell betreut, und Bertram Reinecke ist kenntnisreicher Kritiker