jause für schwab: eine situation

Sonntag, 04. 02. 2018, 14:00 | graz, forum stadtpark | Der Mörder ohne Leiche ist frei. Jause für Schwab: Eine Situation | Offene Form – Lesung: „Orgasmus Kannibalismus : Sieben Liebesbriefe an die eigene Beschaffenheit“ (mit freundlicher Genehmigung von Literaturverlag Droschl) | Es lesen: Günter Eichberger, Max Höfler, Alexander Micheuz, Evelyn Schalk, Stefan Schmitzer, Silvia Stecher, Christoph Szalay

Anläßlich des bevorstehenden sechzigsten Geburtstages des bildenden Künstlers und Dichters Werner Schwab (04.02.1958 – 01.01.1994) findet ein Reigen an Hommagen statt. Die koordinierte Bandbreite dieser Events skizziert gut dieses umfassende Gesamtwerk, das dem interessierten Publikum auch heute noch nicht zur Gänze vorliegt und das Werner Schwab als einen der Tradition des „Gesamtkunstwerkes“ verpflichteten Kunstschaffenden zeigt. Der geplante Parcours spiegelt dabei auch räumlich die Relevanz von Schwabs Arbeiten wider.

Nach den Abenden im Literaturhaus Graz am 01.02. und in der Kunsthalle Graz am 02.02., inszeniert das Forum Stadtpark als „Rathaus der Herzen“ in einer „offenen Form“ am Sonntag, dem 04.02.2018 eine „Jause für Schwab“. Dabei wird auf Werner Schwabs unzählige Anspielungen an die kulturelle und kultische Bedeutung des Essens Bezug genommen. Gemeinsam zu sich genommen wird bei Schwab bekanntermaßen alles mögliche, von Brot, Wurst, Senf, „französischen Parfüms“ bis hin zu kultischen kannibalischen Mahlzeiten. Gelesen wird aus „Orgasmus : Kannibalismus. Sieben Liebesbriefe an die eigene Beschaffenheit“, von Persönlichkeiten, die mit Werner Schwab und mit dem Forum Stadtpark verbunden sind.
Die in sich abgeschlossene Textsammlung „Orgasmus : Kannibalismus. Sieben Liebesbriefe an die eigene Beschaffenheit“, hat Werner Schwab in den 1980er Jahren – wie übrigens auch seine Mail Art – interdisziplinär, kunstsparten- und methodenübergreifend erarbeitet. Die Hermetik des ländlichen Lebens, die Umsetzung der existentiellen Erfahrung zugleich Teil und Beobachter der materiellen und geistigen Lebensrealitäten zu sein der er sich aussetzte, führte zu Sprache und Bildern, die zugleich hochabstrakt und tiefkörperlich vor uns stehen.