Der Band beginnt mit einer Substitution:
„Männer sind flussabwärts wandernde Wanderfische.
Sie werden bis zu zwei Meter lang.“
… und so geht das fünf Strophen im freien Vers, bis wir aufgeklärt werden:
„Aale. Ich meine natürlich Aale.“
Das Bild von diesen „Männern“, die dann frisch, geräuchert oder eingelegt in Dosen verkauft werden, bleibt hängen. Es ist im Einleitungskapitel dasjenige, welches das Programm von Valerie Melichars Meersage am lustigsten auf den Begriff bringt. Es geht um eine weibliche und auf Männer(körper) bezogene Liebesbiografie, sowohl nach der Seite des Erlebens und Empfindens hin entfaltet, als auch auf die systemischen Faktoren im Patriarchat hin – die geschrieben zu werden verspricht unter Aufbietung des Metaphern- und Emblemvorrats der Meere nebst Flüssen und anderen Gewässertypen: Wunderfischen, Schlundknochen, Netzen …
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